Die Hessische Landesmusikakademie im Schloss Hallenburg bei Schlitz war wiederum Treffpunkt für die traditionelle Jahrestagung der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. (BDMV). Insgesamt 24 EDV- und Medienbeauftragte sowie auch Geschäftsführer aus elf Landesverbänden kamen Ende September zusammen. Die jährliche Arbeitstagung dient im Schwerpunkt der Information und Besprechung wichtiger Themen zur Weiterentwicklung der EDV- und Medienlandschaft der BDMV. Besonders erfreulich war, dass nach einigen Jahren Pause wiederum eine Konferenz der Landesgeschäftsführer im Rahmen des Tagungsprogramms mit angeboten und auch erfolgreich durchgeführt werden konnte. Um die Öffentlichkeitsarbeit mit neuen Strukturen und Aufgaben zu versehen, wurde parallel zur Arbeitstagung auch eine Sitzung des dafür zuständigen BDMV-Fachbereichs abgehalten. Vizepräsident Werner Ketzer konnte hierzu Vertreter der Medienarbeit aus den Landesverbänden begrüßen.
Erfreulicherweise konnte Tagungsleiter Hubert Kempter als Vorsitzender des BDMV-Fachbereichs EDV/Neue Medien auch BDMV-Schatzmeister Hans Fomin, BDMV-Geschäftsführer Harald Eßig sowie die beiden Geschäftsführer der Fa. ComMusic GbR aus Jena, Frank Wieczorek und Karl-Heinz Lehmann unter den Teilnehmern begrüßen.
Ein zentraler Punkt innerhalb der EDV-Tagung war die Besprechung der Umsetzung einer neuen Software-Konzeption für die ComMusic-Software auf Vereins- und Verbandsebene. Die ersten Ideen und Realisierungsmöglichkeiten dieser neuen web- und serverbasierten ComMusic-Software dazu wurden bereits auf der letztjährigen EDV-Tagung 2009 vorgestellt und einhellig begrüßt. Für die Vereine sowie für die Verbände würde diese neue serverbasierte Lösung für ein modernes und bedarfsgerechtes Datenmanagement enorme Vorteile erbringen.
Die Diskussion über die Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Einführung der neuen Software-Konzeption als zukünftigen Standard in der BDMV verlief sehr kontrovers. Landesverbände, die bereits über Jahre hinweg den Einsatz der ComMusic-Software sehr erfolgreich forciert haben, sehen in der neuen Konzeption einen notwendigen Schritt für eine zukunftsweisende Verbandsorganisation. Aufgrund der sehr divergierenden Zielvorstellungen der BDMV-Mitgliedsverbände konnte darüber hinaus keine ausreichende Basis für ein gemeinsames Finanzierungsmodell gefunden werden. Allein die Mitgliedsverbände BVBW, BDB, Rheinland-Pfalz und der Nordbayerische Musikbund hatten die Bereitschaft signalisiert, im Nachgang der Tagung verbandsintern nach Lösungen für einen Einstieg in die neue Software-Konzeption zu suchen.
Mit der Erarbeitung eines Merkblatts zur Anwendung von Datenschutzbestimmungen in den Verbänden und Vereinen hatte sich die Tagung ebenfalls beschäftigt. Neben Fragen einer satzungstechnischen Abbildung des Datenschutzes wurden diverse Aspekte der praktischen Handhabung in der Anwendung der Vereinssoftware von ComMusic beleuchtet. Das Merkblatt wird in Kürze den Verbänden für die Nutzung und Weitergabe bereitgestellt.
In der Präsentation der Neuentwicklung der Vereinssoftware 2011 standen die neue Mitgliederstatistik und die damit verbundene Strukturierung der Vereinsbereiche nach Gattungen sowie die Verbesserungen in der Ansicht der Dokumentvorlagen im Reporter-Modul im Vordergrund. Mit der Neugestaltung der Vereinsbereiche im Programm sind nun wichtige Statistiken berechenbar, die insbesondere für die politische Argumentation der Jugendarbeit und der Kooperationen im Bildungssektor nutzbar sind.
Neben der intensiven fachlichen Arbeit wurde auch der kameradschaftlichen Seite entsprechenden Platz eingeräumt. Über das Tagungsprogramm hinaus konnten die Tage für alle Beteiligten zu einem reichlichen und ideenreichen Erfahrungsaustausch in der Verbandsarbeit genutzt werden. Die nächste Arbeitstagung im kommenden Jahr 2011 soll wiederum im September an dem geografisch günstigen Ort der Hessischen Landesmusikakademie in Schlitz stattfinden.
Vom 30. April bis 4. Mai 2014 findet in Soest das nächste Landesmusikfest des Volksmusikerbundes NRW statt.
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