In der Westfälischen Rundschau vom 21. Juni erschien zum Benefizkonzert des LBO im Sauerland Theater Arnsberg folgender Artikel von Jochem Ottersbach.
Wir danken dem Autor und der Redaktion für die Genehmigung zur Veröffentlichung von Text und Bildern.
Die Besten aus über 1000 Vereinen des Volksmusikerbundes NRW kamen mit ihren Blasinstrumenten ins Sauerlandtheater. Veranstaltet vom Zonta Club Arnsberg, der Serviceorganisation berufstätiger Frauen, begeisterten die 65 Musiker des Auswahlorchesters mit einem grandiosen Benefizkonzert nicht nur ihr Publikum, sondern unterstützten durch den Verzicht auf ihre Gage das ehrenamtliche Projekt-Engagement des Clubs.
Monika Brunert-Jetter, Vorstandsmitglied von Zonta, hatte den Kontakt zu den Musikern hergestellt, da sie als Landtagsabgeordnete auch Vorsitzende des Fördervereins des Landesblasorchesters ist. Sie moderierte den Konzertablauf am späten Sonntagnachmittag und führte in das breit gefächerte Repertoire des mit vielen renommierten Preisen geehrten Ensembles ein. Geleitet von seinem dynamischen Dirigenten Renold Quade erlebte man den musikalischen Bogen des Blasorchesters von klassischen Märschen amerikanischer und österreichischer Prägung über konzertante und unterhaltende Musik bis zum Mythologischen hin. Kämpferische, heitere und rasante Stücke mischten sich mit besinnlichen, getragenen und lautmalerischen Passagen. Das Publikum war begeistert von der großen Bandbreite des Orchesters, der dynamischen Klangfülle mit gekonnten Tempowechseln und dem differenzierten und fein abgestuften Spiel der Solisten. Sehr beeindruckend waren pointierende Perkussionen mit Schlag- und Effektinstrumenten aus dem Hintergrund. Sie untermalten besonders die jazzigen, lateinamerikanischen und folkloristischen Klänge. „Es hört sich schwierig an und sieht auch schwierig aus", umschrieb Monika Brunert-Jetter mit einfachen Worten den monumentalen Musikgenuss auf höchstem Niveau. Dieser steigerte sich noch durch den Auftritt von Betin Günes, einem international geschätzten Solisten, Komponisten, Dirigenten und Pianisten aus Istanbul stammend. Die Tasten des Flügels vehement und virtuos bearbeitend setzte er zusammen mit dem gewaltigen Klangkörper des Orchesters Akzente und erntete riesigen Applaus für seine Solodarbietungen mit eigenen und bekannten Kompositionen, die das Thema des Konzerts „Ein Hauch vom Bosporus" lebendig werden ließ.
Während die Besucher die Eindrücke eines überwältigenden Musikgenusses mit nach Hause nehmen konnten, freuten sich die Damen des Zontaclubs über mehr als 5000 Euro Reinerlös, mit dem sie ihre beiden aktuellen Hilfsprojekte weiterhin fördern können. Zum einen „Die Schaukel", die junge Mütter, Alleinerziehende und junge Familien unterstützt und zum anderen das „Zonta Mentoring", das junge Frauen bei ihrer persönlichen und beruflichen Zielfindung begleitet.
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