In crescendo+Flair kommt alle zwei Monate die große Vielfalt der beiden Musikverbände zum Ausdruck, die unsere Verbandszeitschrift. Bisweilen ist auch über außergewöhnliche Dinge zu berichten. Das gilt z.B. für ein Projekt des Märkischen Kreisverbandes, das in diesen Tagen an den Start gegangen ist. Es geht um einen deutsch-afrikanischen Kompositionswettbewerb, der anlässlich der im kommenden Jahr stattfindenden Landesgartenschau in Hemer ausgerichtet wird.
Wir hatten schon in der Juli-Ausgabe darüber unter dem Titel Zauber der Verwandlung. Wie Afrika in Hemer Musik macht berichtet. Die Musikfreunde aus dem Märkischen Kreis haben jetzt ihren Informations-Flyer fertig gestellt. Er ist in drei Sprachen erhältlich: Auf Deutsch, Englisch und Französisch. Interessierte bekommen ihn in der Geschäftsstelle des Kreisverbandes in Werdohl, zudem auf der Internetseite des Märkischen Kreisverbandes als Download. Das Projekt ist auch in fachlicher Hinsicht bemerkenswert. Hier wird ein innovativer Beitrag unseres Verbandes zum Thema Weltmusik geleistet, der breite Aufmerksamkeit verdient. Daher wollen wir in dieser Ausgabe die musikalische Seite dieses außergewöhnlichen Vorhabens näher beleuchten. „Ein Kulturaustausch in Noten zur Förderung Sinfonischer Bläsermusik", so heißt es auf dem Titelblatt des Flyers aus Werdohl. Wie er in der Praxis funktioniert, ist sicherlich weit über die Grenzen unseres Verbandes von Interesse. Wir dokumentieren daher im folgenden Text die Teilnahmebedingungen von Zauber der Verwandlung.
Kompositionswettbewerb 2010
Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die nach dem 31.12.1973 geboren sind und ihren ersten Wohnsitz in Deutschland oder in Afrika haben. Jeder Teilnehmer darf nur ein Musikstück unter seinem bürgerlichen, im Pass eingetragenen Namen einsenden. Künstlernamen sind nicht erlaubt, können aber später bei den Konzerten Verwendung finden. Das eingesandte Musikstück darf noch nicht verlegt sein. Bearbeitungen sind nicht zulässig. Der Schwierigkeitsgrad sollte nicht zu leicht oder zu schwer sein (Grad 3 von 5). Die Aufführungsdauer muss zwischen 3 Minuten und 12 Minuten liegen.
Folgende Besetzungen sind zu beachten.
Besetzung A: Sinfonisches Blasorchester
- Flöte in C - Horn in F
- Oboe in C - Trompete/Flügelhorn in B
- 1., 2. und 3. Klarinette in B - Tenorhorn in B
- Bassklarinette in B - Baritontuba/Euphonium in C
- Fagott in C - Posaune in C
- Altsaxophon in Es - Tuba in C
- Tenorsaxophon in B - Pauken
- Baritonsaxophon in Es - Schlagwerk
Übliche Stimmenverteilungen wie z.B. 1., 2., 3. und 4. Horn sind möglich. Ein Besetzungsbeispiel für sinfonisches Blasorchester finden Sie unter www.vmb-mk.de
Besetzung B: Auswahl afrikanischer Instrumente
- Kora/Krar - Djémbé
- Balafon - Goni
- Mbira/Kalimba/Kallebasse - Flöte
Informationen zu diesen Instrumenten finden Sie unter www.vmb-mk.de
Für deutsche Komponisten gilt die Besetzung A als Grundlage. Zusätzlich müssen sie aus der Besetzung B für mindestens zwei Instrumente komponieren.
Für afrikanische Komponisten gilt die Besetzung B als Grundlage. Zusätzlich müssen sie aus der Besetzung A für mindestens zwei Instrumente komponieren; im Sinne des Wettbewerbs (Sinfonische Bläsermusik) aber für so viele Instrumente der Besetzung A wie möglich. Als verbindendes Instrument kann auch zusätzlich für Konzertgitarre komponiert werden. Das Musikstück muss in Form einer Partitur und der Einzelstimmen in einfacher Ausfertigung vorgelegt werden. Komponisten aus Afrika können auch eine digitale Aufnahme zusenden, bei welcher aber alle Stimmen der Besetzung B deutlich hörbar von den entsprechenden Instrumenten gespielt werden müssen. Die Instrumentenstimmen aus der Besetzung A können dabei auch von beliebigen anderen Instrumenten eingespielt sein.
Da die Namen der Komponisten der Jury nicht mitgeteilt werden, müssen die komponierten Musikstücke wie folgt eingesandt werden: Das Notenmaterial/Die Aufnahme ist nur mit dem Titel des Stückes gekennzeichnet (keine Angabe des Komponisten!). In einem beiliegenden, verschlossenen Briefumschlag, der den Titel als Aufschrift trägt, befinden sich Name und Anschrift des Komponisten sowie eine Kopie des Personalausweises (Geburtstagsnachweis). Das Musikstück muss bis zum 30.06.2010 vorliegen. Kosten werden nicht erstattet.
Nach Einsendeschluss wird eine Jury die eingesandten Musikstücke bewerten. Dabei werden dann zwei 1. Preise (getrennt für Afrika und Deutschland) dotiert mit je 1.500 €, zwei 2. Preise, dotiert mit je 800 €, und zwei 3. Preise, dotiert mit je 500 €, vergeben. Die Jury behält sich vor, 2. und 3. Preise zu teilen, mehrfach, nicht oder auch Sonderpreise zu vergeben. Die Bekanntgabe der Preisträger ist für den 1.09.10 auf der Landesgartenschau in Hemer vorgesehen.
Die Preisträger-Musikstücke werden dann vom Märkischen Kreisjugendorchester (KJO) und weiteren Musikern im Laufe des Herbstes 2010 einstudiert. Dabei sollen die Komponisten gerne behilflich sein.
Das 1. Preisträger-Konzert erfolgt am 24.10.2010 zur Abschlussveranstaltung der Landesgartenschau NRW in Hemer.
Durch die Teilnahme erklärt sich der Komponist mit den Teilnahmebedingungen des Wettbewerbs einverstanden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Alle Einsendungen und Anfragen ausschließlich an:
Die aktuelle Ausgabe von crescendo+flair, ist seit heute erhältlich. Wie immer gibt es viele interessante Reportagen, Fachberichte, Berichte aus den Kreisen, der Landesmusikjugend NRW sowie dem Volksmusikerbund NRW. Ein Themenschwerpunkt ist dieses Mal die Reportage über Musikus Projekte im Verband und zur Deutschen Meisterschaft der Spielleute.
BULDERN - „Wir haben ganz tolle Landesmeisterschaften der Spielleute erlebt, dass ist besonders auch dem Spielmannszug Buldern zu verdanken", lautete die Bilanz von Arnd Bolten, Vizepräsident des Volksmusikerbundes Nordrhein-Westfalen. Insgesamt hatten sich über tausend Musiker an den Meisterschaften Mitte April beteiligt
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