Das Frühjahr 2010 war in der fünfjährigen Vereinsgeschichte der 3BA eines der herausragendsten:
Zum einen stellte man sich mit der 3BA Concert Band, dem Flaggschiff der Bayerischen Brass Band Akademie, Anfang Mai in Linz zum drittenmal dem europäischen Vergleich. Die Band konnte den 2. Platz als Vizemeister in der B-Section bei der EBBA 2010 nach Ingolstadt bringen.
Zum Anderen verlangte die Vorbereitung für die Teilnahme Ende Mai an der 3. Deutschen Brass Band Meisterschaft 2010 in Duisburg größte Aufmerksamkeit. Wollte man doch den Freunden aus dem Norden nicht nachstehen und Ihre vergangenen Besuche in Ingolstadt der letzen zwei Jahre auch erwidern. Mit fünf von insgesamt sieben Vereinsorchestern machte sich die 3BA auf den Weg nach Duisburg, im Gefolge eine Fangemeinde von insgesamt um die 200 Personen; neben der musikalischen Leistung auch eine große logistische Herausforderung. Im Vorfeld galt es neben der Wettbewerbsliteratur auch Konzertprogramm einzustudieren und dieses zum Besten zu geben. Insgesamt 14 Konzerte wurden im Frühjahr von den fünf Teilnehmer Bands bestritten bevor man sich am Mittwochabend auf dem Weg machte. Im dem Trainingslager des DFB in Wedau fand man ideale Voraussetzungen mit einer solch großen Gruppe sich sinnvoll auf den Wettbewerb vorzubereiten. Mit von der Partie waren die 3BA Concert Band, Brass Band München, Brass Band Regensburg, Brass Band Schwaben und die Nachwuchs Band, die 3BA Jugend.
Lothar Uth, Dozent an der Universität für Musik in Augsburg stand allen fünf Bands beratend und motivierend neben Ihren künstlerischen Leitern zur Seite. Zusätzlich hatte man mit Roman Riegel einen Physiotherapeuten im Team, der die Musiker immer wieder mit seinen Übungen auf den Punkt brachte und für die Lockerung und körperliche Entspanntheit sorgte. So wurde die monatelange musikalische Vorbereitung innerhalb der letzten Tage behutsam zum Höhepunkt, dem Wettbewerbstag, geführt.
Die Stimmung im Austragungsort, der Mercatorhalle, war von Anfang bis zum Ende phänomenal . Schon ab 10 Uhr hatte sich der Saal nach und nach mit mehr als 700 Zuhörern gefüllt. Das Publikum empfing jede Band mit tosendem Applaus und noch euphorischer bedankte es sich nach den Beiträgen. Es war für jeden Musiker ein beeindruckendes Erlebnis und Ansporn dieser Begeisterung gerecht zu werden.
Auch wenn sich die Musiker nach den jeweiligen Wettbewerbsbeiträgen etwas lösen konnten, so musste man sich mit der Ergebnisbekanntgabe bis zur Preisverleihung um 22:30 Uhr gedulden. Das Galakonzert vor mehr als 1000 Konzertbesuchern war fesselnd und von höchster künstlerischer Qualität geprägt. Zuerst spielte das Streichorchester der Duisburger Philharmoniker Benjamin Brittens Simple Symphony, anschließend die Brass Band Oberösterreich unter Hannes Buchegger und Hans Gansch, dem ehemaligen Wiener Philharmoniker, als Solokornettisten.
Im Anschluss war es dann so weit:
Unsere Brass Bands aus Regensburg , München und Schwaben haben in diesem Jahr erstmals in der Oberstufe teilgenommen. Die BB Schwaben , Sieger 2009 in der Mittelstufe, konnte durch die Drittplatzierung mit den etablierten Oberstufen Bands, der Band Brass Band Düren und Cologne Concert Brass, in Tuchfühlung gehen. Die 3BA Nachwuchsband unter der Leitung von Claus-Peter Wittmann setzte sich als Deutschlands beste Nachwuchs Brass Band durch. Ihr Wettbewerbsprogramm bestand mit Concert Prelude von Philip Sparke und Little Suite for Brass von Malcolm Arnold, aus Stücken der Mittelstufe. Sie wurde mit 95 Punkten ausgezeichnet. Die Band setzte sich damit deutlich zu den nächst platzierten Orchestern ab.
Die Concert Band der Bayerische Brass Band Akademie darf sich nun zum dritten Male nacheinander Deutscher Meister nennen. Diesen offiziellen Hattrick schafften die Musiker unter der Leitung des Crailsheimer Musikdirektors Franz Matysiak. Rechnet man die Erstplatzierung bei der ersten inoffizielle Meisterschaft 2007 im Rahmen des Bundesmusikfestes 2007 in Würzburg hinzu, ist die 3BA CB bereits zum 4. Mal zur besten deutschen Brass Band in Folge gekürt worden. Die Anforderungen der beiden vorzutragenden Stücke waren extrem hoch. Sowohl das Pflichtwerk „Music for Battle Creek" von Philip Sparke, das alle Bands in der Höchststufe (Grad 5) einstudieren mussten, wurde der Kunststufe (Grad 6) entliehen. Auch das Selbstwahlwerk „Extreme Makeover" von Johan de Meij entstammt dieser Kategorie. Jedes für sich ist schon eine große Herausforderung, nacheinander aber sind sie ein wahrer Marathon, dauern doch beide Werke in Folge gute 32 Minuten. Die herausragende Leistung unserer Euphoniumistin Angie Hunter war der Jury eine Würdigung in Form des Solistenpreises wert. Das Saxhornregister der 3BA Concert Band erhielt ebenfalls einen Förderpreis als Gruppe.
Diese erste große Aktion in unserer 5-jährigen Vereinsgeschichte vermittelte ein großes Gemeinschaftsgefühl zwischen den Bands, was uns noch mehr zusammenschweißte. Dies macht die Brass Band Familie der 3BA aus und ist bisher einzigartig in Deutschland.
Vom 30. April bis 4. Mai 2014 findet in Soest das nächste Landesmusikfest des Volksmusikerbundes NRW statt.
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